Gefördert mit den Mitteln der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes".


Regionalbudget Förderrunde 2022

Die Altmühl-Mönchswald-Region möchte die Region erneut mit vielen kleinen Projekten weiter voranbringen

Die Altmühl-Mönchswald-Region beabsichtigt für das Jahr 2022 beim Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken (ALE) erneut die Förderung eines Regionalbudgets zu beantragen. In den Förderrunden 2020 und 2021 konnten bereits 24 Projekte erfolgreich gefördert werden. An diesen Erfolg soll 2022 angeschlossen werden, nun werden Projektideen gesucht.

Insgesamt stehen durch den Fördertopf Regionalbudget 100.000 Euro zur Verfügung, 90 Prozent des Betrags werden dabei durch das Amt für Ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt. Die restlichen 10 Prozent werden aus Eigenmitteln der beteiligten Gemeinden aufgebracht. Ein Kleinprojekt im Sinne des Regionalbudgets ist ein Vorhaben mit Nettogesamtkosten zwischen 625 und 20.000 Euro. Antragsberechtigt sind neben den Kommunen Vereine, Privatpersonen und Unternehmen aus den fünf Gemeinden Merkendorf, Mitteleschenbach, Ornbau, Weidenbach und Wolframs-Eschenbach. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80 Prozent bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 Euro. Förderfähig ist ein Projekt, das bis spätestens 15. September 2021 nachweislich abgeschlossen werden kann und bislang noch nicht begonnen wurde. Dabei sind vielfältigste Maßnahmen förderfähig, die darauf abzielen den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und weiterzuentwickeln.

Die Förderanfragen müssen bis spätestens 11. Februar 2022 bei der verantwortlichen Stelle [Verwaltungsgemeinschaft Triesdorf (Triesdorfer Straße 8, 91746 Weidenbach)] eingegangen sein. Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft. Die Projektauswahl erfolgt durch ein Entscheidungsgremium anhand von vorab definierten Auswahlkriterien. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets. Die Projektträger werden Mitte März über die Entscheidung des Gremiums informiert.

Überlegen Sie, welche Projekte 2022 bei Ihnen geplant sind und kommen Sie mit Ihrem Vorschlag auf uns zu! Die Altmühl-Mönchswald-Region freut sich auf Ihre Projektideen. Es hilft Ihnen gerne Frau Svenja Schäfer bei der Antragstellung.

 


Allgemeine Informationen

˅ Was ist das Regionalbudget?
Das Regionalbudget fördert Kleinprojekte, die die Ziele der Altmühl-Mönchswald-Region unterstützen. So sind Projekte förderfähig, die den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiterzuentwickeln.

Dies geschieht unter Berücksichtigung
• der Ziele gleichwertiger Lebensverhältnisse einschließlich der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und der Behebung von Gebäudeleerständen,
• der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung,
• der Belange des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes,
• der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
• der demografischen Entwicklung sowie
• der Digitalisierung.

Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.
˅ Was sind die Voraussetzungen?
Gefördert werden nur Kleinprojekte mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Der Abschluss eines der Ausführung zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsvertrages ist dabei grundsätzlich als Beginn zu werten. Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die ⇒ Bestimmungen der EU-Verordnung Nr. 1407/2013 vom 18.12.2013 (De-minimis-Beihilfe Gewerbe) zu beachten.

Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur
a) Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements,
b) Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,
c) Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
d) Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung,
e) Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen,
f) Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.
˅ Wer kann eine Förderung bekommen?
Zuwendungs- und Antragsberechtigte sind:
a) Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,
b) natürliche Personen und Personengesellschaften.
˅ Wie hoch ist die Förderung?
Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80 % bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR und unter Berücksichtigung der im privatrechtlichen Vertrag (siehe unten) festgelegten maximalen Zuwendung. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 EUR werden nicht gefördert.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Die Summe der Zuwendungen (Zuschüsse und Förderdarlehen) darf jedoch bei öffentlichen und gemeinschaftlichen Maßnahmen 90 %, bei privaten Maßnahmen 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben nicht überschreiten. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt.

Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.

˅ Wie werden die Projekte ausgewählt?

Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt. Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft und anhand der genannten Auswahlkriterien bewertet. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets.
Nach einer positiven Auswahlentscheidung wird ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem ILE-Zusammenschluss Altmühl-Mönchswald-Region und dem Träger des ausgewählten Kleinprojekts geschlossen, in dem die Umsetzungsmodalitäten geregelt werden.

Kriterien zur Projektauswahl:

Kriterium Bewertungsinhalt Punkte
1 Überörtliche bzw. lokale Ausstrahlung 3
2 Gemeinnützigkeit 3
3 Zuordnung zu der Strategie des ILEKs 3
4 Partizipatorischer Ansatz 3
5 Nachhaltigkeit 4
6 Demographischer Wandel 3
7 Innovationsgehalt 2
˅ Download-Bereich

Rückblick

˅ Regionalbudget Förderrunde 2021

90.000 Euro für 16 Projekte in der Altmühl-Mönchswald-Region

Das Regionalbudgets der Altmühl-Mönchswald-Region war auch in der zweiten Förderrunde wieder ein voller Erfolg. Die lokalen Projektträger erhalten für die erfolgreiche Umsetzung von 16 Kleinprojekten in der Region eine finanzielle Unterstützung von Amt für ländliche Entwicklung in Höhe von insgesamt knapp90.000 Euro.

Kartengrundlage: Grafik Design Selz

Die diesjährige Förderrunde wurde vielerorts zur Aufwertung der kommunalen Spiel-und Freizeitangebote genutzt. In Ornbau wurde beispielsweise der Erlebnisspielplatz Kappelweiher durch einen Out-door-Fitness-Park erweitert. Neue Spielgeräte gab es für die Spielplätze in der Wilhelmstraße in Merkendorf, im Steingrubenweg in Wolframs-Eschenbach sowie für den Spielplatz Gern in Ornbau. In Leidendorf konnte eine neue Tischtennisplatte aufgestellt werden. Im Freizeitzentrum Weißbachmühle wird der Badestrand durch ein neues Sonnensegel beschattet und entlang der angrenzenden Jogging-strecke stehen nun Fitnessgeräte für eine Aktive Pause zur Verfügung.

Des Weiteren nutzten die beteiligten Gemeinden das Regionalbudget zur Aufwertung verschiedener kommunaler Flächen. In Weidenbach wurden am Simonsweiher mehrere Bäume gepflanzt, eine Blühwiese angelegt und Bänke aufgestellt. In Wolframs-Eschenbach konnte ein historisches Flurkreuz an der Windsbacher Straße saniert und in diesem Zuge auch dessen Umfeld attraktiv gestaltet werden. In Mitteleschenbach wurde ein Kreuzungsbereich zu einer naturnahen Grünanlage mit Sitzgelegenheiten umgestaltet und lädt nun zum Verweilen ein.

Auch Projekte zur Brauchtumspflege und zum Erhalt der Kultur konnten umgesetzt werden. In Weidenbach wurde das Regionalbudget zur Anfertigung eines Dorfbuchsgenutzt. Im Ortsteil Leidendorf konnte ein neuer Kirchweih- bzw. Maibaumständer angeschafft werden. Die Kerwabuam und -madli aus Merkendorf freuten sich über die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung eines neuen Veranstaltungszeltes. Im Lokal „Quasimodo“ in Weidenbach steht seit dem Sommer eine neue Bühne für Musik- und Kulturveranstaltungen. Auch die Kühlhausgemeinschaft der Gemeinde Mitteleschenbach profitierte bei der umfassenden Modernisierung des Kühlhäuschen im Ortskern von den Fördergeldern.

Eine Besonderheit in der diesjährigen Förderrunde ist ein gemeinsames Projekt der fünf Gemeinden Merkendorf, Mitteleschenbach, Ornbau, Weidenbach und Wolframs-Eschenbach. Im Sommer war der Fotograf Jim Albright in der Region unterwegs und lichtete zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Region ab. Im Herbst wurden die Aufnahmen zu drei thematischen Postkarten verarbeitet. Diese sind ab sofort in den Rathäusern erhältlich. Vorsitzender der Altmühl-Mönchswald-Region Michael Dörrzeigt sich erfreut, dass das Förderprogramm im zweiten Jahr so gut angenommen wurde und bedankt sich nochmal bei den elf Mitgliedern des Entscheidungsgremiums.

˅ Regionalbudget Förderrunde 2020

Die erste Förderrunde des Regionalbudgets ist erfolgreich beendet. Innerhalb der Altmühl-Mönchwald-Region konnten dabei acht Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Die Projektträger erhalten insgesamt eine Förderung in Höhe von 63.111,56 Euro.

In der Altmühl-Mönchswald-Region konnte in jeder Gemeinde mindestens ein Projekt gefördert werden. Als kommunale Projekte wurde im Wolframs-Eschenbacher Ortsteil Biederbach ein neues Buswartehäu-schen aufgestellt und in Mitteleschenbach konnte der Dorfplatz in Gersbach aufgewertet werden. Der Markt Weidenbach nutzte die Fördergelder, um 50 neue Bäume im Gemeindegebiet zu pflanzen. Auch fünf Vereinen ermöglichte das Förderprogramm eine Weiterentwicklung. In Merkendorf installierte der TSV 1914 Merkendorf e.V. eine Bewässerungsanlage für das A-Fußball-Rasenspielfeld und der Schützen-verein 1881 Merkendorf e.V. baute moderne, elektronischer Schießstände im eigenen Vereinsheim auf. Die beiden Vereine SV Ornbau 1947 e.V. und SpVgg-DJK Wolframs-Eschenbach e.V. erneuerten ihre Zaunanlagen. Der SJK-SV Mitteleschenbach modernisierte die Flutlichtanlage, sodass zukünftig der Sportplatz als Hubschrauberlandeplatz für Rettungseinsätze ausgeleuchtet werden kann.

Umsetzungsbegleiterin Svenja Schäfer freut sich, dass das neue Förderprogramm bereits im ersten Jahr so gut angenommen wurde. Die Auswahl der Kleinprojekte wurde durch ein Entscheidungsgremium getroffen. Die Altmühl-Mönchswald-Region bedankt sich deshalb herzlich bei den elf Mitgliedern!